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Schlittenhundesport Drucken E-Mail
Donnerstag, 28. August 2008

Das Team in ActionDer Schlittenhundesport lässt sich in die Interessengebiete "Touren" und "Rennen" unterteilen. Das Eine schliesst das Andere nicht aus und kann sogar eine sinnvolle Ergänzung sein. Touren werden teils auf unbefestigten Pisten gefahren, abseits der üblichen Wege und stellen hohe Anforderungen an Hunde und Musher. Kraft und die Fähigkeit, selber den Trail zu legen sind die wichtigsten Eigenschaften, die mitgebracht werden müssen. Rennen werden in der Regel auf befestigten Trails unter Vorgabe von Rennregeln und Rennreglementen durchgeführt, und je nach Interesse können Sprint-, Mitteldistanz- und Langdistanzrennen gefahren werden. Unser Interesse liegt bei den Sprintrennen, und auf diese gehen wir im folgenden ein. Die Rennen werden von verschiedenen Klubs (z.B. SSK, SMV) in der Schweiz und auch im Ausland organisiert. Nebst den eigentlichen Rennen werden  jährlich auch eine Schweizer Meisterschaft und verschiedene Cupwertungen ausgetragen. Ebenso dienen die Rennergebnisse zur Ermittlung der Qualifikation für die EM/WM. Die Rennen finden jeweils ab Januar bis etwa ende März statt. Ebenso können neben den eigentlichen Schneerennen auch Wagenrennen bestritten werden. Diese werden während des Herbstes veranstaltet.

Saisonaufbau

Vorbemerkung: Die hier gemachten Angaben treffen auf unsere Verhältnisse und auf unsere Umgebung zu. Abweichungen sind sehr rasch möglich, da zum Beispiel alleine die Tatsache, dass unsere Hunde die Nacht im Haus verbringen und andere vielleicht nicht, dazu führen kann, dass die Hunde ein weniger stark ausgeprägtes Winterfell haben als andere und dadurch mehr Energie für die Erhaltung der Körperwärme benötigen. Ebenso trainieren wir unsere Hunde auf den Einsatz in der 6-Hunde-Klasse. Andere Streckenlängen bedingen wiederum ein geändertes Training. Ebenso erheben die hier gemachten Angaben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Die Rennsaison selber dauert nur etwa drei Monate, von Januar bis März. Die Möglichkeiten auf Schnee zu trainieren eröffnen sich auch erst ab etwa Mitte November. Somit muss mit einem Trainingswagen auf normalen Feld- und Waldwegen während des Herbstes, beginnend etwa ab mitte August, die Saison vorbereitet werden. Es gibt Trainingswagen vom Eigenbau über High-Tech-Konstruktionen mit Federung und Scheibenbremsen bis hin zur banalen Lösung, einem Quad den Motor auszubauen und einfach die Hunde vorne dran zu spannen. Nach der Saison werden die Hunde mit leichten Touren abtrainiert, denn die geballte Energie, die diese vitalen Vierbeiner in sich Tragen muss irgendwo raus. Der Sommer ist da zum nichts tun. Ein bisschen im Auslauf rumdüsen und zwischendurch ein Spaziergang reicht ihnen, denn ihnen geht es ähnlich wie uns: In der Hitze ist man schlaff. Jedoch soll nicht unterschätzt werden, dass auch das Rumdüsen im Auslauf wesentliches zur Wendigkeit und Geschicklichkeit beim Hund beitragen kann.

Herbsttraining

Waldtraining im HerbstWir beginnen unsere Saison Ende August/Anfang September wenn die Temperaturen am Morgen oder Abend unter 15 Grad liegen. Ein Training bei höheren Temperaturen wird von uns nicht als sinnvoll erachtet, da Hunde bekanntlich die gesamte überschüssige Wärme über die Atmung/Verdunstung abbauen und bei höheren Temperaturen die Gefahr von Dehydration und Überhitzung besteht. Unser Trainingsgelände ermöglicht es uns, eine Vielzahl von Parcourslängen zu fahren, ebenso haben wir jede Menge Abzweigungen zur Verfügung, um die Kommandosicherheit zu üben. Zudem können wir verhältnismässig flache Strecken wählen, aber auch in einem einzigen Aufstieg 100 Höhenmeter überwinden. Kondition und Muskelaufbau stehen zunächst im Vordergrund. Wir beginnen mit kurzen Trainings, 2-3 km 2 x wöchentlich. Die Geschwindigkeit wird auf 20 bis 22 km/h beschränkt. Die Hunde sollen arbeiten lernen und ihre Muskeln gebrauchen. Der Muskelaufbau wird durch eine stetige Verlängerung der Trainings mit dazwischen liegenden Regenerationsphasen von ca. 3 Tagen begünstigt. Die Kondition wird durch Verkürzung der Trainingsabstände einhergehend mit der Verlängerung der Trainingsstrecke gesteigert.

Schritt für Schritt wird die Länge auf 10-12 km angehoben und die Zahl der Trainings auf 4 pro Woche gesteigert, was automatisch auch dazu führt, dass an zwei Folgetagen Trainings stattfinden, was dem Ablauf eines Rennwochenendes entspricht. Die Länge der Trainings kann auch weiter gesteigert werden, für die Hunde stellt das bei entsprechenden Rahmenbedingungen kein Problem dar. Jedoch wird die Geschwindigkeit zurückgehen, da sie von alleine beginnen, ihre Kraftreserven einzuteilen. Erst gegen Ende des Herbsttrainings wird die Bremse gelöst und die Hunde dürfen mit der maximalen Geschwindigkeit laufen. Der dadurch verminderte Kraftaufwand wiegt in etwa den Mehrbedarf an Energie durch die höhere Geschwindigkeit auf. Während dem Herbsttraining wird das Futter auf eine energiereichere Nahrung umgestellt, weg von einem normalen Adult-Futter hin zu einem Performance-Futter. Der erhöhte Energiebedarf aufgrund der erbrachten Leistung und der stattfindende Muskelaufbau erfordern diese Massnahme. Im übrigen führen wir ein Trainingsbuch, indem wir verschiedene Daten eintragen.

Schneesaison

Schlittenhundeteam auf dem UrnerbodenWährend der Rennsaison liegt das Schwergewicht auf den Rennwochenenden. Am Leistungsstand der Hunde kann nicht mehr viel geändert werden. Hingegen wird das Umfeld für die Hunde wichtig. Zeitlich abgestimmte Fütterung, dafür sorgen, dass sie genug trinken, für Ruhe sorgen, damit die Hunde nicht permanent der Meinung sind: Ey, jetzt geht's gleich los! Und soll's dann tatsächlich losgehen, so sollten die Hunde zum richtigen Zeitpunkt bereit und eingespannt sein. Zwischen den Rennwochenenden schieben wir abhängig von der Verfassung der Hunde ein Zwischentraining ein. 4 bis 8 km zum plausch, damit sich nicht allzu viel Energie aufstaut, aber die Hunde auch nicht ausgelaugt werden. Sollte es notwendig werden, ist allenfalls auch mal ein Rennen zu streichen, was aber sehr selten der Fall sein dürfte.

Und zwischendurch erlauben wir uns auch, an einen abgelegenen Platz im Schnee zu fahren und die Hunde dort, ganz alleine für uns, zu geniessen. Dies umsomehr, wenn das letzte Rennen gefahren ist. Dann haben sich die Hunde und der Musher eine ruhigere Zeit verdient. Zum plausch in den Schnee fahren und eine gemütliche Runde drehen. 2-3 mal pro Woche locker trainieren mit abnehmender Kilometerzahl. Das Futter wird wieder auf die normale Ernährung umgestellt. Die Hunde (...und sich selber...) verwöhnen, aber nicht nach dem Weihnachtsgansprinzip (Bin Kugelrund, kann mich nicht mehr bewegen). Geniessen soll im Vordergrund stehen.

Das wirklich Wichtige...

kommt immer erst am Schluss. Das Training und die Schneesaison machen nur einen verschwindend kleinen Teil der Zeit aus, die man mit den Hunden verbringt und für sie bringt. Der ganze Rahmen wie tägliche Fütterung, Reparaturen (Es geht zur Sache...), medizinische Versorgung, Pflege der Ausrüstung und eine vielzahl weiterer Details beansprucht eine enorme Zeit. Soviel Zeit dass gesagt werden kann: Schlittenhundesport ist ein 100% Hobby, das an 365 Tagen im Jahr stattfindet. Alles gehört dazu, und wir verrichten diese Dinge von Herzen gern, damit unsere Hunde das tun können, wofür sie geboren wurden. Denn das ist die Aufgabe: Alles findet zum Wohl der Hunde statt.

 


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