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Mittwoch, 27. August 2008

Herkunft und Werdegang

Die Geschichte der Schlittenhunderassen ist eng mit den Nordlandvölkern verknüpft. Diese waren auf die Schlittenhunde angewiesen. Zunächst dienten sie als Packtiere und Jagdhelfer, später erst als Zugtiere vor dem Schlitten. Während Jahrtausenden war der Hundeschlitten das wichtigste und schnellste Fortbewegungsmittel in einer Umgebung, die sowohl dem Menschen wie auch den Tieren nur spärliche Nahrung zur Verfügung stellte. Verschiedene Zuchtziele wie Tragkraft, Leistung, Zugkraft oder auch Freundlichkeit sowie die extremen Umwelteinflüsse führten schliesslich zur Entstehung der einzelnen Schlittenhunderassen. Der Ursprung der sibirischen Huskies liegt, wie der Name es schon sagt, in Sibirien, genauer Ostsibirien. Von dort aus gelangten sie ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts zu Zeiten des grossen Goldrausches nach Alaska. Der Bedarf an Hunden in Alaska war enorm, alles, was eine gewisse Grösse auf vier Beinen hatte wurde dorthin gebracht, dementsprechend gross war auch der Verschleiss an (Schlitten-) Hunden. Nur die zähesten und bestangepassten überlebten die Strapazen, die ihnen auferlegt wurden. Erste Importe vom Nordamerikanischen Kontinent in die Schweiz fanden 1955 statt. Gezüchtet werden sie hier seit 1963. Pro Jahr gibt es derzeit etwa 40 Würfe, wobei die durchschnittliche Welpenzahl zwischen 3 und 4 liegt. Die Zahl der reinrassigen Huskies in der Schweiz liegt derzeit bei etwas über 2000.

Entstehung und Wesen des Huskys

Portrait von MalaspinaWill man einem Tier bei seiner Beschreibung einigermassen gerecht werden und es so sehen, wie es ist, so erscheint es uns wichtig, das Umfeld, in dem eine Art entstanden ist, zu betrachten. Bemüht man Charles Darwin, so steht die natürliche Selektion am Anfang jeder Art, will heissen: der jeweils am besten an eine Umgebung Angepasste einer Art (nicht etwa der stärkste oder grösste einer Art, wie wir seit dem Niedergang der Saurier wissen...) wird überleben und sich vermehren. Diese Anpassung an einen Lebensraum zieht als Konsequenz eine Spezialisierung in gewissen Bereichen nach sich (z.B. Im ewigen Eis wird niemals ein Pflanzenfresser überleben, nur Fleischfresser). Da sich aber auch das Umfeld verändern kann, entwickelt sich jede Art laufend weiter. In diesem Fall sind die "Mutanten" einer Art entscheidend. Mutanten stellen eine Abweichung von der ursprünglichen Form dar und bringen andere, neue Eigenschaften mit, die den Fortbestand der Art sichern können (Aber nicht zwingend müssen...)

Sibirien ist ein Land der extreme. Für jegliches Lebewesen stellt sich dort die Frage: Wie überlebe ich? Temperaturen von -40 bis plus 40 Grad. Der Boden ist ab einer Tiefe von etwa 2m dauernd gefroren, Pflanzen gedeihen nur wenige. Die Menschen lebten von dem, was das Land und das Meer hergab, und das war nur spärlich. Die Jagd war eine der Hauptnahrungsquellen, der Handel, um an andere Waren als die der Natur zu kommen war mit langen Wegen verbunden. Im Herbst die Lager füllen, damit man im Winter genug Nahrung hatte war eine der Hauptbeschäftigungen der Ureinwohner.

Für die Hunde blieb wenig Zeit. Sie hatten im Winter ihre Arbeit zu verrichten, in der wärmeren Jahreszeit aber mussten sie auf sich alleine gestellt überleben. Stammesgeschichtlich sind die nordischen Hunde dem Wolf nicht mehr oder weniger näher verwandt als die übrigen, domestizierten Haushunde. Die Hunde wurden nicht in einer Zwingeranlage gehalten, sondern konnten sich frei bewegen. Während der wärmeren Jahreszeit mussten sich die Huskies ihr Futter selber besorgen, während sie im Winter von den Menschen ernährt wurden. Ein Schützendes Dach kannte man nicht, das Fell des Hundes musste ausreichend Schutz bieten. Im Umgang mit Menschen hatten sie gutmütig zu sein, Aggressionen sollten auf ein Minimum beschränkt sein. Die Folgen einer Verletzung konnten das Todesurteil sein. Und sie sollten den Schlitten ziehen. Kraft und eine fast grenzenlose Ausdauer sollten sie haben. Dies ist in groben Zügen das Umfeld, in dem der Husky entstand.

Portrait von OtchumDurch die extremen Witterungseinflüsse entwickelte sich das zweischichtige Fell mit einer Unterwolle und einem Wasser abweisenden Deckhaar, dem so genannten Grannenhaar. Die Unterwolle wird während der wärmeren Jahreszeit abgestossen, um sich besser an die klimatischen Bedingungen anpassen zu können. Im Winter reicht das Fell zusammen mit einer Mulde im Schnee, um ausreichend vor der Kälte geschützt zu sein. Aufgrund des nicht reichlichen Nahrungsangebots wurden die Hunde nicht allzu gross, sie durften aber auch nicht klein sein, da sie sonst auf der Jagd chancenlos gewesen wären. Faulpelze wurden nicht durchgefüttert. Die Mahlzeiten im Winter waren karg, deshalb musste sein Verdauungsapparat äusserst effizient sein. Nur die Hunde mit einem Willen vor dem Schlitten zu arbeiten (Man spricht in diesem Zusammenhang von "desire to go") wurden durchgefüttert. Der Jagdinstinkt ist sehr stark ausgeprägt. Da Hunde im Rudel jagen ist die Gesellschaft anderer Hunde wichtig. Ebenso gibt das Rudel Sicherheit für die Rangunteren und die Aufzucht des Nachwuchses.

Der Husky passte sich in einer lebensfeindlichen Umgebung optimal an die Rahmenbedingungen an. Und so blieb er fast unverändert bis heute, da der Hund trotz seines wunderschönen Aussehens und seinem äusserst menschenfreundlichen Charakter nie in "Mode" kam. Zu quirlig, zu lebendig, zu bewegungsfreudig. Das alleine hat ausgereicht, ihn bis heute fast unverändert erleben zu können.

Der Umgang mit Schlittenhunden

Über den Umgang mit Hunden oder auch im speziellen mit Huskies gibt es eine Vielzahl von guten Büchern und Artikeln, die es eigentlich überflüssig machen, noch mehr Worte darüber zu verlieren. Dennoch soll der folgende Denkansatz für den Umgang mit Hunden erwähnt werden. Die Kommunikation der Huskies spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab, und neben dem Geruchssinn und der Lautäusserung ist die Körpersprache der Hunde wohl die vielschichtigste und komplexeste Kommunikationsart dieser Tiere. Die angelegten Ohren als Zeichen der Unterwürfigkeit sind nur ein Beispiel dieser Art der Verständigung. Biegung des Körpers, Stellung der Beine, zeigen der Zähne usw. und viele Kombinationen davon ermöglichen es den Hunden, sich recht genau auszudrücken. Und die Huskies verstehen diese Sprache in all ihren Nuancen. Und wenn ein Mensch spricht, so spricht auch er nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seinem Körper. Die Gestik und Mimik inklusive Körperhaltung gehört auch beim Menschen zur Kommunikation und ob wir es wollen oder nicht, so reagieren auch wir, wenn auch meistens nur im Unterbewusstsein, darauf. Im Gegensatz zur Stimme wird aber der Körper fast nie lügen, und die Hunde sind in der Lage, die von den Menschen ausgesandten Signale und Zeichen zu lesen, genau so, wie sie es auch bei ihren Artgenossen können. Sind wir müde: Der Hund weiss es von der ersten Sekunde an, wo er uns erblickt. Sind wir unaufmerksam: Er weiss es beim ersten Anblick. Haben wir angst: Er "riecht" es. Wir werden es nicht schaffen, die Gestik der Hunde so lesen zu können, wie sie die unsrige. Müssen wir auch nicht. Es reicht, wenn wir bei uns selber unseren Zustand erkennen und bei uns selber die geeigneten Schritte unternehmen, diesen Zustand zu verändern. Als Beispiel reicht es, wenn wir bemerken, dass wir nervös sind. Unternehmen wir bei uns die geeigneten Schritte, die Nervosität abzulegen, so wird auch unser Vierbeiner ruhiger sein usw.

Anmerkungen zur Zucht

Portrait von ChakkaDer Rassestandart eines sibirischen Huskys ist im FCI-Standard Nr. 270 / 23.02.1995 / D definiert. Bei FCI handelt es sich um den internationalen Hundedachverband (Federation cinologique internationale), der die Zuchtrichtlinien definiert. Bemerkenswert scheint uns, dass sich dieser Rassestandard über drei Seiten erstreckt und sich zum grössten Teil der Proportionierung und dem Aussehen des Hundekörpers widmet, dem Wesen und Temperament aber lediglich 8 Zeilen zur Verfügung stehen. Als reinrassig gilt heute ein Husky mit FCI-Stammbaum. Trotz dieser mehrseitigen Beschreibung, wie denn ein Husky nun auszusehen habe, gehen die Meinungen teils weit auseinander. Für viele ist es dann ein Husky, wenn er wuschelig ist und so aussieht wie Beispielsweise unsere Malaspina, die man als klassischen Vorzeigehusky bezeichnen könnte. Nimmt man aber Fotos zur Hand, die um 1900 rum von Huskies gemacht wurden, so sind diese von der Grösse her an der unteren Grenze des heute gültigen Standards und sehen aus wie kleine Wölfe, so wie beispielsweise unsere Taiga. Es wird mit Sicherheit weitere Beispiele geben, wie denn nun ein Husky ursprünglich ausgesehen hat.

Viel wichtiger als dieses fiktive Schönheitsbild eines Huskys erscheint uns ein einwendfreier Bewegungsapparat. Dies ist bei den heutigen Hunderassen leider nicht mehr in jedem Fall gegeben. Es ist sowohl der Zuchtselektion als auch seiner extremen Bewegungsfreude und dem Umstand, dass er nie in Mode gekommen ist zu verdanken, dass bei HD Untersuchungen im Vergleich zu anderen Rassen der Husky immer noch Platz 1 belegt. Was wir wollen, und was erstrebenswert ist kann eigentlich nur das eine sein: Gesunde Schlittenhunde die das tun können, wozu sie bestimmt sind. Dass das Äussere diesem Ziel nicht entgegensteht, versteht sich wohl von selbst.

 


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